Apostel Schnaufer besuchte am 9. Juli 2025 überraschend die Gemeinde Lörrach.
Er diente mit dem Textwort aus Jesaja 65, Vers 1:
Der Chor begann den Gottesdienst mit dem Lied "Du hast so wunderbare Wege um Deinen Kindern wohl zu tun."
Zuerst erklärte Apostel Schnaufer, dass er 2-3 mal im Jahr einen Mittwoch frei habe und dann spontan entscheide, wohin er zum Gottesdienst gehe. Es ist für ihn schön, auch mal eine Gemeinde zu sehen, wie sie sich tatsächlich darstellt. Es kommt nicht auf die Zahl der Geschwister an: „Schön, dass ihr alle da seid."
In seinem Dienen nahm der Apostel zunächst Bezug auf das Lied des Chores, in dem es heißt: „Auf dich o Vater will ich schauen und hoffnungsvoll nur dir vertrauen” das sagt sich so leicht. Das singt sich gut und das weiß man auch alles, aber es ist nicht immer so einfach in Situationen, wo es auf das Gottvertrauen ankommt, es dann auch sofort hinzukriegen.
Er führte dazu auch das Beispiel des Apostel Petrus an. Jesus sagte ihm voraus, dass er ihn dreimal verleugnen werde und obwohl er es wusste, hat er es trotzdem nicht geschafft, standhaft zu bleiben.
Jesus machte Petrus keinen Vorwurf wegen seinem Scheitern. Er wollte nur von Petrus wissen, liebst Du mich? Es ist schön zu wissen, auch wenn wir immer mal wieder Fehler machen, oder schwach werden, Jesus ist die Herzenseinstellung : Liebst du mich, wichtig. Es ist wichtig, immer wieder sein Verhältnis zum Herrn zu überprüfen, aus welcher Einstellung heraus man ihm dient, ob die Liebe die treibende Kraft ist.
Dann nahm er Bezug auf das Textwort, welches dem Bez. Apostel als Grundlage für den Entschlafenengottesdienst diente. Gott wendet sich nicht von denen ab, die sich von ihm abgewandt haben. Selbst wenn Du nicht nach mir fragst, dann lass ich mich von dir suchen, und wenn du mich nicht suchst, dann lass ich trotzdem mich finden und wenn Du mich nicht anrufst, werde ich trotzdem bei dir sein: „Hier bin ich, hier bin ich!“
Wenn wir manchmal gerne mehr über die jenseitige Welt wissen möchten, so fehlt uns der Sinn um die Ewigkeit zu begreifen. Er führte das Bild eines blinden Freundes an, der sehr intelligent war und viel erreicht hat trotz seiner Blindheit. Aber Farben konnte er sich nicht vorstellen, weil ihm dafür der Sinn fehlte. Manchmal haben wir ein Problem damit wie Gott sich in der einen oder andren Angelegenheit entscheidet und dann denken wir er hat unser Gebet nicht erhört oder er hat sich sogar von mir abgewandt. Aber Gott ist bei uns: „ Hier bin ich, hier bin ich!“Gott kann uns manches nicht erklären, weil uns der „Sinn“ dafür fehlt, weil wir es nicht erfassen können, aber er sagt uns glaube mir und vertraue mir, dann kann ich dich in die Gemeinschaft mit mir führen.
Priester Schwörer sagte in seinem Mitdienen, dass Gott in Not und Bedrängnis immer Gnade und Liebe schenkt. Seine Gedanken wurden auf eine wachsende Distanz zu Gott gelenkt und so eine wachsende Distanz kann auch eine Bedrängnis werden. Wenn es Menschen betrifft, die einem nahestehen, dann tut dies besonders weh. Aber die Liebe ist die Brücke, die Gott entstehen lässt, um die Distanz zu überwinden.
Abschließend mahnte der Apostel, dass wir nicht die Verbindung zu Gott trennen sollen, das zerstört unseren Glauben. Nicht Gott hat uns fallen lassen, sondern wir haben uns getrennt.
Die Botschaft des Gottesdienstes: selbst wenn es so weit kommt und du die Verbindung gekappt hast, dann ist das noch nicht das Ende. Dann steht Gott da und sagt : „Hier bin ich“, zweimal.