Apostel Martin Schnaufer diente am 9. August 2026 in der Gemeinde Lörrach. Eingeladen waren die Gemeinden Maulburg, Rheinfelden, Schopfheim und Weil am Rhein. Aus diesen Gemeinden bildete sich eine kleine Spielergruppe sowie ein harmonischer Chor, die vor bzw. während des Gottesdienstes für musikalische Mitgestaltung sorgten.
Als Textwort lag das Wort aus 1. Petrus 5, 8+9a zu Grunde:
Zu Beginn ging der Apostel auf das vom Chor vorgetragene Lied, „Nah ist der Herr, habt Mut, seid wach“, ein. Er zeigte auf, dass wir immer wieder die Nähe Gottes und seines Sohnes in unserem Leben, und so auch im Gottesdienst erleben können. Besonders, wenn wir dem Heiligen Geist Raum in uns geben, spüren wir seine Nähe.
Nüchtern und wach sein bedeutet, auch ungute Dinge zu akzeptieren, die geschehen und nicht unseren Glauben vom Teufel in Frage stellen zu lassen. Der Teufel ist unser Widersacher, er verklagt uns Tag und Nacht bei Gott. Aber auch wenn er brüllt wie ein Löwe, so ist doch seine Macht begrenzt.
Das hat Jesus damals zu Pilatus gesagt, als dieser im vorwarf, ob er nicht wisse, dass er Macht über sein irdisches Leben hat. Jesus antwortete ihm: „Du hättest keine Macht, wenn sie dir nicht von oben gegeben wäre.“
Im Gegensatz zum Teufel steht Jesus, „der Löwe von Juda“, zu uns. Er vertritt uns vor Gott, weil er mit uns Menschen mitfühlen kann und weist so den Teufel in seine Schranken.
Um wach zu bleiben ist es wichtig, nüchtern zu sein in dem, was wir mit unserer Seele konsumieren. Manche Dinge führen uns in einen Dämmerschlaf und dann wird alles gleichgültig.
Gott ist nicht kleiner geworden. Er hat die gleiche Macht, wie damals, als er sein Volk trockenen Fußes durch das Meer geführt hat, führte der Apostel zu Schluss aus.
Priester Volker Ackerschewski wies im Mitdienen darauf hin, dass Bedrängnisse dazu führen können, dass wir Gottes Nähe nicht mehr spüren. Der Teufel versucht - laut brüllend - uns Angst zu machen. Bezeichnend ist hingegen, dass Jesus nie gebrüllt hat, sondern immer ruhig blieb und seinem Vater vertraut hat. Er lehrte uns, dass Gottes Allmacht größer ist als jede Bedrängnis.
Ein besonderes Gepräge erhielt der Gottesdienst durch die Heilige Versiegelung von 4 Kindern und die Ordination einer Priesterin für die Gemeinde Lörrach und eines Diakons für die Gemeinde Weil.