Am 30. November 2023 hielt Bezirksapostel Michael Ehrich einen Gottesdienst in Lörrach, der per IPTV in den Bezirk Lörrach übertragen wurde.
Der Bezirksapostel diente mit dem Wort aus dem Evangelium des Markus 12, Vers 34:
Zu Beginn seines Dienens wies der Bezirksapostel darauf hin, dass Gott uns das ewige Leben schenken will. So wie das natürliche Leben Pflege braucht, gilt das auch für das ewige Leben, und dazu dienen die Gottesdienste. Auf das Textwort eingehend erinnerte er daran, dass Jesus auch an anderen Stellen zur Wachsamkeit auffordert, jedem seine Aufgaben zuweist und ankündigt, dass er wiederkommen wird, um Rechenschaft zu fordern.
Das heutige Textwort setzt drei Schwerpunkte:
Die Erteilung von Vollmacht beinhaltet die Verantwortung, dass jeder für sein Heil und damit seine Vollendung persönlich verantwortlich ist. Das Heil kommt vom Herrn und muss von uns angenommen werden, wobei wir ihm schon durch die heilige Wassertaufe und die Heilige Versiegelung nahe gekommen sind. Es ist wichtig, nach dem Willen Gottes zu fragen, seinen Willen als Richtschnur für unser Leben zu nehmen und es danach einzurichten. Dazu müssen wir der neuen Kreatur Raum geben.
Unsere zukünftige Arbeit wird sein, im 1.000-jährigen Friedensreich das Evangelium zu verkünden. Dies gehört aber auch schon jetzt zu unseren Aufgaben. Wir sollen anderen Jesus Christus nahebringen, dabei aber auch ihren Glauben respektieren. Dazu ist es notwendig, unseren Glauben auch mal aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Wir glauben, dass Gott Mensch wurde, am Kreuz gestorben und nach drei Tagen auferstanden ist. Das ist für Angehörige anderer Religionen auch nicht einfach nachzuvollziehen.
Wir orientieren uns dabei an Jesus, der auch in schwierigen Situationen sagte: „Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“ Lasst uns anderen Gutes tun. Das ist in der Gemeinde nicht nur Aufgabe der Amtsträger, sondern die jedes einzelnen nach seinen Fähigkeiten.
Wir müssen über unsere eigene Seele wachen, damit niemand hineinkommt, der darin nichts zu suchen hat und nichts eindringt, was uns von Gott wegführen kann. Jeder sollte prüfen, welchen Gedanken er sich öffnet. Angesichts der vielen Botschaften, die täglich auf uns einströmen, ist das keine leichte Aufgabe. Obwohl wir täglich für die Wiederkunft des Herrn beten, stellt sich uns die Frage, ob wir daran glauben, dass Jesus noch heute wiederkommen kann.
Bezirksältester Kuske wurde zum Mitdienen gerufen. Er betonte, dass es in der Verantwortung jedes Einzelnen liegt, Türsteher seiner Seele zu sein. Dabei ist nicht nur darauf zu achten, was hineingeht, sondern auch, was hinausgeht.
Der Bezirksapostel wies auf die Notwendigkeit eines liebevollen Umgangs miteinander hin. Jesus hat zwar auch klare Worte gesprochen, sich dabei aber immer offen, ehrlich und respektvoll verhalten. Das sollten wir uns zum Vorbild nehmen.
Höhepunkt des Gottesdienstes waren die Vergebung der Sünden und die Feier des Heiligen Abendmahls.
Anschließend versetzte der Bezirksapostel den Bezirksältesten Kuske in den Ruhestand und dankte ihm für seine langjährige Tätigkeit im Dienste des Herrn. Bischof Heiniger beauftragte er übergangsweise mit der Leitung des Bezirks.
Der Gottesdienst wurde durch Beiträge der Orgel, des gemischten Chores und des Orchesters mitgestaltet. Die Gemeinde bildeten Geschwister aus Rheinfelden, Weil am Rhein und Lörrach