Apostel Schnaufer besuchte am 17. Dezember 2023 die Gemeinde Lörrach. Den Gottesdienst besuchten auch die Geschwister der Gemeinden Weil am Rhein und Rheinfelden.
Dem Gottesdienst legte der Apostel das Wort aus 1. Petrusbrief 5, 10 zu Grunde:
Im Gedenken an den am Freitag heimgegangenen Priester Eugen Staats wies der Apostel darauf hin, dass es Momente gibt, in denen es schwer fällt, Gott zuzujubeln, wenn er einen lieben Priester zu sich gerufen hat. Wenn derartiges geschieht, ist nicht die Stunde der Antworten, sondern die Stunde des Glaubens. Durch den Glauben schenkt der Herr das Erleben, dass er uns liebt, auch den, den er gerade heimgerufen hat. Das Motiv für Gottes Handeln ist die Liebe, auch wenn das aufgrund unserer begrenzten Sicht insbesondere beim Heimgang eines geliebten Bruders oder einer geliebten Schwester für uns nicht immer erkennbar ist.
Durch den Glauben werden wir die Herrlichkeit Gottes schauen, auch wenn wir zunächst traurig sind. Das Wort erspart uns nichts; wir erleben schöne und schlechte Tage. Auch Jesus musste das durchleben, er wurde zu Unrecht verurteilt und starb am Kreuz wie ein Verbrecher. Er wusste um sein Schicksal und fragte seine Jünger „Soll ich meinen Vater bitten, mir das zu ersparen? Ich habe einen Auftrag zu erfüllen.“
Der Gott der Gnade hat uns gerufen und wir haben keine Vorleistungen gebracht, mit denen wir diese Gnade verdient hätten. Als gläubige Menschen haben wir zwar mehr Glaubenskämpfe als ungläubige, aber diese haben auch keine Glaubensfreuden. Der Stammapostel wies kürzlich darauf hin, dass der verlorene Sohn nicht gegangen ist, weil er von seinem Vater schlecht behandelt worden wäre, sondern um sein Erbe zu verprassen. Ihm war nicht bewusst, was er damit aufgegeben hat, nämlich die Gemeinschaft mit seinem Vater und seinem Bruder.
Auch wir sollen den Blick über das Irdische hinaus auf das grandiose Angebot Gottes richten:
Wir sind geladen, zu kommen, Sündenvergebung zu erleben und mit Gott ewig in der neuen Schöpfung zu leben. Er hat uns Gaben geschenkt und unsere Verantwortung ist es, daraus etwas zu machen. Dabei werden wir immer wieder erleben, wie der Herr uns aufrichtet, stärkt, kräftigt und gründet. Wir sind von Gott geliebte Menschen, dienen mit unseren Fähigkeiten und leisten unseren Beitrag zu seinem Werk; er wird uns die nötige Kraft dazu geben.
Bezirksevangelist Krumm wurde zum Mitdienen gerufen.
Höhepunkt des Gottesdienstes waren die Vergebung der Sünden und die Feier des Heiligen Abendmahls.
Zwei Kinder empfingen die Gabe des Heiligen Geistes.
Schwester Tamara Rupp wurde zur Diakonin für die Gemeinde Lörrach ordiniert.
Der Gottesdienst wurde durch Beiträge der Orgel und des Chors mitgestaltet.