Am Sonntag, dem 27. April 2025 fand in Schopfheim ein feierlicher Konfirmationsgottesdienst für Ben Göbel statt, den Bezirksevangelist Berthold Krumm hielt. Die Konfirmandin Tabea Lahmann war ebenfalls im Gottesdienst anwesend. Sie empfing eine Woche später, gemeinsam mit ihren Cousinen, in Augsburg den Segen zur Konfirmation.
Dem Gottesdienst lag das Textwort aus dem Brief des Apostels Paulus an die Philipper, 2. Kapitel,4. Vers zugrunde.
Der Gottesdienst wurde wunderschön von Chor, Klavier und einem Instrumental-Trio begleitet. Hier ein paar Gedanken-Impressionen aus dem Gottesdienst:
Sind wir wirklich da? Der liebe Gott spricht alle an im Gottesdienst. Das Fest der Konfirmation erinnert uns an unsere eigene Konfirmation, an unser gegebenes Versprechen. Wie steht’s mit unseren Versprechen Gott gegenüber? Wir wollen diese ernst nehmen. Der liebe Gott hat uns auch etwas versprochen. Dass er uns immer lieben wird und uns durch’s Leben begleitet, uns segnet und Gnade schenkt. Gott bricht sein Versprechen nicht, er ist treu, das gibt uns Sicherheit. Auch im Zusammenleben mit Menschen ist es schön, wenn Sicherheit da ist, wenn Gutes mit Gutem erwidert wird.
Konfirmand Ben hatte seine Freunde Nico und Jamie bei sich im Gottesdienst. Ben wurde der Reichtum seiner Gemeinde aufgezeigt, der sich darin zeigt, dass eine Einheit von Menschen da
ist, die alle das gleiche Ziel haben, nämlich Gutes zu tun und Dinge, die Gott nicht gefallen, zu lassen. Gutes tun ist ein erstrebenswerter moralischer Ansatz unter uns Menschen. Auch das
Jahresmotto unserer Kirche beinhaltet diesen Vorsatz: Es ist Zeit Gutes zu tun. Gut ist alles, was Gott gefällt. Jesus hat Gutes getan und den Menschen gedient. Wir können uns an Jesus orientieren, er ist unser Vorbild.
Wir wollen keine Egoisten sein und nur auf uns schauen, sondern auch darauf achten, was dem Nächsten dient. Fragen wir uns, wie gestalten wir unser Leben, wie nutzen wir unsere Zeit? Lassen
wir unsere Seele versorgen unter dem Wort Gottes, suchen wir die Verbindung zu Jesus, er ermuntert uns und steht uns bei. Wir wollen Gott lieben und unseren Nächsten wie uns selbst. Schenken wir einander Wertschätzung und Solidarität. Tun wir Gutes, machen wir unseren Nächsten Freude. Gutes tun hängt nicht von Alter, Bildung oder Reichtum ab, die Basis ist die Liebe. Mit dieser Basis ist es uns keine Pflicht, kein Auftrag - sondern ein Bedürfnis, Gutes zu tun. Wir wollen miteinander reden, nicht übereinander, andere verteidigen, nicht verurteilen, uns Zeit nehmen für andere, uns neidlos freuen können für andere, uns interessieren für Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen. Gutes tun ohne Berechnung, sondern aus Liebe. Gott segnet mit Frieden und Freude. Die Aufgabe der Gemeinde: Ben mit Liebe aufnehmen, Vorbild sein ohne Belehrung, mit Verständnis und Wertschätzung.
Priester Habermeier griff den wunderschönen Altar bzw. Blumenschmuck auf: Fische, Erkennungszeichen der ersten Christen, stehend für Jesus Christus, dem Erlöser und Retter. Gleichzeitig kam die Aufforderung, fragen wir uns in konkreten Situationen, in denen wir unsicher sind immer, was Jesus tun würde und handeln wir entsprechend. Priester Wittmann wies darauf hin, dass Jesus unser bester Freund ist. Bens Begleiter Nico und Jamie haben sich ihm als Freunde von Ben vorgestellt. Die Bedeutung von Freunden wurde in die Mitte gestellt. Ein Freund ist da, wenn es einem nicht gut geht und man jemanden braucht. Ein Freund steht bei, sagt einem die Wahrheit, auf einen Freund ist Verlass. Mit einem Freund ist man nie alleine. Mit Jesus sind wir nie alleine. Sprechen wir mit ihm im Gebet.
Vor der Segenshandlung wurde der Konfirmationsbrief 2025 durch Priester Thiel i.R. vorgelesen.
Nach dem Gelübde durch den Konfirmanden erfolgte der Segen zu Konfirmation.
Nach dem Schlusssegen sang die Gemeinde den berührenden, irischen Segenswunsch „Möge die Straße uns zusammenführen“, welcher dem Gottesdienst einen wunderbaren Punkt setzte.