Zu diesem Gottesdienst war auch die Gemeinde Weil am Rhein eingeladen.
Bischof Heiniger diente mit dem Textwort aus Psalm 31, 20
Am Anfang ging der Bischof auf das Lied der Sänger (Friede sei mit dir…) ein. Er sagte, dass wir alle ein bisschen mehr Freude gebrauchen können und Gott uns jetzt in unserer ganz persönlichen Lebenssituation begegnen will, dass der Friede damit verbunden ist, dass wieder Freude im Herzen sein kann. Es ist oft so, dass man erst Frieden empfindet, wenn man alles versteht und alles begreift. Gottes Friede, der höher ist als alle Vernunft, ist nicht damit verbunden, dass wir alles verstehen können. Er zeigte auf, dass göttliche Güte und Gnade ganz eng beieinander liegen. Was der himmlische Vater an göttlichem Gut gibt, ist einfach Gnade. Er empfahl uns, uns wieder einmal damit zu beschäftigen, was wir aus Gnaden an göttlichen Gütern haben dürfen. Frieden ist eines davon, sagte er.
Ein anderes Gut ist die Gabe des Heiligen Geistes, göttliches Gut. Wie groß sind diese göttlichen Güter, die er bewahrt hat, die beständig bleiben denen, die ihn fürchten. Der Schlüssel, dass das göttliche Gut auch bewahrt bleibt in den Stürmen dieser Zeit und der eigenen Fehlerhaftigkeit, ist die Gottesfurcht. Das hat nichts mit Menschenfurcht zu tun oder gar Angst. Gottesfurcht können wir auch mit Respekt und Liebe gegenüber dem himmlischen Vater übersetzen. Respekt und Liebe sind entscheidende Elemente der Gottesfurcht.
Respekt vor der Allmacht Gottes bedeutet, dem lieben Gott keine eigenen Lösungsvorschläge für das eigene Problem zu unterbreiten. Auch die Allmacht Gottes in der Schöpfung zu respektieren. Er wies in dem Zusammenhang auf das Wort des Stammapostels mit dem Jahresmotto hin: «Es ist Zeit, Gutes zu tun!», in dem wir unser Verhältnis zum himmlischen Vater überprüfen.
„Respekt“ gegenüber Jesus, in der Art, wie er durch seinen Opfertod die Sünde besiegt, bedeutet, durch das Abendmahl in das Wesen Jesu hineinzuwachsen, und es würdig zu genießen, und sich immer der eigenen Unvollkommenheit bewusst sein und Jesu Wirken Raum zu geben.
Respektieren wir das Wirken des Heiligen Geistes im Wort Gottes. Interpretieren wir es nicht. Nehmen wir es so auf, wie er es im Gottesdienst offenbart. Fragen wir immer wieder den himmlischen Vater um Rat, auch im Gebet und nehmen wir den Rat an, wie er offenbart wird.
In diesem Gottesdienst empfingen Priester i. R. Pretti und seine Frau Helga den Segen zu ihrer Eisernen Hochzeit.
Weisheit 3, 9
Dieses Wort gab der Bischof dem Jubelpaar mit auf den weiteren Weg. Er sprach von ihrer Liebe zueinander und gegenüber dem himmlischen Vater, und das über Jahrzehnte treue Dienen beider in seinem Werk und spendete ihnen dann einen neuen göttlichen Segen zum Jubiläum.